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Praxis-Blog

Silvester: Absperrmaterial schützen vor Böllern und Vandalismus

Rund um den Jahreswechsel leiden Baken, Leuchten und Schilder unter Feuerwerk und Vandalismus. So beugen Sie vor und kontrollieren am Neujahrsmorgen.

Von Manuel Rutsch · Stand: 8. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Eine Nacht, viele Schäden

Die Silvesternacht ist für Absicherungen im öffentlichen Raum die härteste des Jahres. In Innenstädten von Hamburg, Berlin oder Kiel ziehen Gruppen durch die Straßen, Böller fliegen in alles, was hohl ist oder knallt, und Baustellen liegen oft mitten auf dem Weg. Am Neujahrsmorgen ist das Bild vielerorts ähnlich: umgeworfene Baken, zerschossene Leuchten, verbogene Schilder, Absperrschranken in Vorgärten.

Das ist kein reines Sachschadenproblem. Eine Absicherung, die in der Nacht beschädigt wurde, muss am nächsten Morgen wieder funktionieren, denn der Verkehr rollt auch an Neujahr. Wer erst am 2. oder 3. Januar nachsieht, lässt eine Lücke offen.

Was rund um den Jahreswechsel typisch beschädigt wird

Die Muster wiederholen sich jedes Jahr. Am stärksten betroffen ist leicht erreichbares Material an Gehwegen und Plätzen.

  • Warnleuchten: Linsen gesprengt, Leuchten abgerissen oder mitgenommen.
  • Leitkegel und Baken: umgestoßen, auf die Fahrbahn geworfen, mit Böllern bestückt.
  • Verkehrszeichen: verdreht, beklebt, durch Raketen beschädigt.
  • Absperrschranken und Bauzäune: ausgehängt, verschoben, Planen angekokelt.
  • Material auf der Baustelle: Sandsäcke aufgerissen, Kleinteile verstreut.

Hinzu kommen Reste der Nacht: Batterien von Feuerwerk, Raketenstäbe und Pappreste, die sich in Absperrungen verfangen und Reflexflächen verdecken.

Nicht jede Arbeitsstelle ist gleich gefährdet. Baustellen an Plätzen, Bahnhofsvorplätzen, Ausgehvierteln und an Wegen zu bekannten Feuerwerksorten trifft es erfahrungsgemäß häufiger als eine Landstraße zwischen zwei Dörfern. Wer seine laufenden Arbeitsstellen kennt, kann vorab eine kleine Rangfolge bilden: Welche Stellen werden am Neujahrsmorgen zuerst angefahren, wo genügt die übliche Kontrolle? So wird der knappe Einsatz am Feiertag gezielt genutzt.

Vorbeugen vor dem 31. Dezember

Ganz verhindern lässt sich Vandalismus nicht. Man kann es Tätern aber schwerer machen und den Schaden begrenzen. Das beginnt bei der Frage, was über den Jahreswechsel überhaupt draußen stehen muss.

  • Material, das nicht zur Absicherung gehört, in Container einschließen oder abtransportieren.
  • Leuchten fest auf den Baken verschrauben, wo das System es zulässt.
  • Fußplatten und Ballast so wählen, dass Baken nicht mit einem Tritt umfallen.
  • Bauzaunfelder mit Schellen verbinden und gegen Aushängen sichern.
  • Ersatz an Leuchten, Baken und Zeichen für den Neujahrsmorgen bereithalten.
  • Mit der Bauleitung klären, wer am 1. Januar erreichbar ist.

Was bei Diebstahl und mutwilliger Zerstörung zu tun ist und wie man Material richtig ersetzt, erklären die Ratgeber Diebstahl von Absperrmaterial und Vandalismus an der Baustelle dokumentieren und ersetzen.

Der Neujahrsmorgen als Pflichttermin

Aus Sicht der Kontrolle gibt es einen Termin, der im Plan nicht fehlen sollte: die Fahrt am Morgen des 1. Januar. Dann sind die Straßen leer, der Schaden ist da, und es bleibt Zeit, bevor der Rückreiseverkehr einsetzt. Der Kontrollfahrer richtet auf, was sich richten lässt, wechselt beschädigte Leuchten, wenn Ersatz im Fahrzeug ist, und meldet alles Weitere sofort.

Wichtig ist die Beweissicherung. Jeder Schaden wird vor der Korrektur fotografiert, mit Uhrzeit und Ort. Diese Fotodokumentation braucht man für die Anzeige bei der Polizei, für die Versicherung und für den Nachweis, dass die Absicherung zeitnah wiederhergestellt wurde. Eine Mängelmeldung mit Foto erspart der Bauleitung zudem die Fahrt zur Baustelle, nur um zu sehen, was los ist.

Fazit

Silvester ist planbar, der Schaden in der Nacht ist es nur begrenzt. Wer vorher Material reduziert, Ersatz bereitstellt und am Neujahrsmorgen fest kontrolliert, hat die Lage schnell wieder im Griff. Mehr zur Organisation über die Feiertage lesen Sie im Beitrag Weihnachtsruhe auf der Baustelle.

Unsere Kontrollfahrer sind am Neujahrsmorgen unterwegs und dokumentieren Schäden mit Foto, Zeitstempel und GPS-Bezug, siehe Dokumentation und Protokollierung.

Häufig gestellte Fragen

Wann sollte nach Silvester kontrolliert werden?

Am besten am Morgen des 1. Januar, solange die Straßen noch ruhig sind. So lassen sich Schäden beheben oder melden, bevor der Verkehr wieder zunimmt.

Wer zahlt für zerstörte Absperrungen?

Das hängt von Vertrag und Versicherung ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Für jede Regulierung braucht es eine saubere Dokumentation mit Fotos, Zeitpunkt und Ort sowie in der Regel eine Anzeige.

Lässt sich Vandalismus an Silvester ganz verhindern?

Nein, aber er lässt sich begrenzen. Weniger loses Material, gut gesicherte Leuchten, verbundene Bauzäune und bereitliegender Ersatz verkürzen die Zeit, in der eine Absicherung beschädigt ist.

Fragen? Wir beraten Sie gerne!