Begriff
Als Aufstellvorrichtung bezeichnet man jede Konstruktion, die ein transportables Verkehrszeichen oder eine Verkehrseinrichtung ohne feste Gründung am Boden hält. Sie ersetzt auf Zeit den einbetonierten Pfosten. Das Spektrum reicht von der einfachen Fußplatte unter einer Leitbake bis zum großen Rahmengestell für einen Vorwegweiser an einer Umleitung.
Für die Lieferung gelten die TL-Aufstellvorrichtungen. Wo und in welcher Höhe ein Zeichen aufgestellt wird, bestimmen dagegen Regelplan, Verkehrszeichenplan und Anordnung. In der Praxis treffen beide Seiten aufeinander: Die Planung sagt, wo das Zeichen steht, die Aufstellvorrichtung entscheidet, ob es dort auch bleibt.
Bauarten
| Bauart | Trägt typischerweise | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|
| Fußplatte | Leitbaken, Schranken, kleine Zeichen | Schnell gestellt, stapelbar | Begrenzt bei großer Windfläche |
| Klapp- oder Faltständer | Kurzzeitige Zeichen, etwa bei Tagesbaustellen | Leicht, schnell auf- und abgebaut | Braucht oft Ballast, kippt auf unebenem Grund |
| Rohrpfosten mit schwerem Fuß | Mittlere Zeichen, Zusatzzeichen | Gute Höhe für Sichtbarkeit | Pfosten kann sich im Fuß drehen |
| Rahmen- oder Gitterständer | Große Tafeln, Vorwegweiser, Umleitungstafeln | Breite Basis, viel Standfläche | Platzbedarf im Seitenraum, schwer zu versetzen |
Die richtige Wahl hängt von Zeichengröße, Aufstellhöhe, Untergrund und Lage ab. Ein Zeichen auf einem Deich in Nordfriesland bekommt anderen Wind ab als eines in einer Wohnstraße in Bremen. Auch der Untergrund zählt: Ein Gestell, das auf Asphalt sicher steht, kann im aufgeweichten Bankett einsinken.
Prüfblick während der Bauzeit
Bei Kontrollfahrten geht es weniger um die Frage, ob die Aufstellvorrichtung zugelassen ist, sondern ob sie im aktuellen Zustand trägt. Folgende Punkte prüfen Kontrollfahrer an jedem Standort:
- Zeichen senkrecht und zur Fahrtrichtung ausgerichtet, nicht vom Wind verdreht
- Ständer vollständig ausgeklappt und verriegelt, keine eingeknickte Strebe
- Ballast vorhanden, wenn der Hersteller ihn vorsieht, und richtig platziert, etwa mit Sandsäcken auf den Füßen
- Kein Teil des Gestells ragt in Fahrstreifen, Radweg oder Gehweg
- Schrauben und Klemmen fest, Zeichen sitzt nicht lose am Pfosten
- Untere Kante des Zeichens nicht durch Bewuchs, parkende Fahrzeuge oder Schneehaufen verdeckt
Lockere Klemmen nachziehen, ein verdrehtes Zeichen zurückstellen und fehlenden Ballast ergänzen gehört zur Wartung im Rahmen der Fahrt. Muss ein Zeichen wegen ungeeigneter Aufstellung an einen anderen Platz oder auf ein anderes Gestell, ist das ein Umbau, der beim Verkehrssicherer liegt. Wie umgefallene Geräte zu behandeln sind, beschreibt der Ratgeber Umgefahrene Bake: Pflichten.