+49 4321 78 33 590
Glossar

Fußplatte

Was eine Fußplatte im Baustellenmaterial ist, welche Ausführungen es gibt und welche Schäden und Fehler Kontrollfahrer an Fußplatten am häufigsten sehen.

Von Manuel Rutsch · Stand: 8. Oktober 2026 · 3 Min. Lesezeit

Was eine Fußplatte ist

Die Fußplatte ist die flache, schwere Bodenplatte, in die der Fuß einer Leitbake, einer Absperrschranke oder eines kleineren Verkehrszeichens gesteckt wird. Sie ist die häufigste Form der Aufstellvorrichtung an Arbeitsstellen. Ihr Gewicht und ihre Grundfläche sorgen dafür, dass das Gerät bei Wind und Fahrtwind nicht kippt oder wandert. Anforderungen an Standsicherheit und Ausführung stehen in den TL-Aufstellvorrichtungen.

Fußplatten werden heute überwiegend aus Recycling-Gummi oder Kunststoff gefertigt. Ältere Platten aus Beton sind noch im Umlauf, brechen aber leichter und werden bei einem Anprall zu harten Bruchstücken. Gängige Platten haben Griffmulden zum Tragen und lassen sich stapeln. Die Aufnahme in der Mitte ist auf bestimmte Rohr- oder Profilquerschnitte ausgelegt, nicht jede Platte passt zu jedem Fuß.

Ausführungen

AusführungWofürHinweis aus der Praxis
Standardplatte für LeitbakenEinzelne Baken in LeitlinienAuf ebenem Grund flach auflegen, nicht auf Bordsteinkante
Platte mit zwei AufnahmenSchranken und breitere GeräteBeide Füße einstecken, sonst verdreht sich das Gerät
Schwere Platte für SchilderZeichen mit größerer WindangriffsflächeBei großen Formaten eher Gestell oder Rahmen wählen
Leichte Ausführung für GehwegeKurzzeitige Absperrungen im FußgängerbereichFlaches Profil gegen Stolpern, Kanten abgeschrägt

Welche Platte zu welchem Gerät passt, steht in den Angaben des Herstellers. Wie Gewicht, Ballast und Wind zusammenspielen und wann zusätzliche Beschwerung nötig ist, vertieft der Ratgeber Fußplatten, Ballast und Standsicherheit.

Fehlerbilder bei der Kontrolle

  • Bake schief eingesteckt oder nur halb in der Aufnahme, sie kippt beim nächsten Windstoß
  • Platte steht hochkant an der Bordsteinkante oder halb im Bankett und sackt nach Regen ab
  • Bruchstücke einer Betonplatte liegen in der Fahrbahn oder auf dem Radweg
  • Platte ragt in den Ersatzgehweg und wird für Menschen mit Rollator oder Blindenstock zum Hindernis
  • Zwei Platten übereinander gestapelt, um Gewicht zu gewinnen, dadurch steht die Bake zu hoch und kippelig
  • Platte nach einem Anprall in den Fahrstreifen verschoben, die Bake liegt daneben

Ein Beispiel aus dem Herbst an der Westküste: Nach einer stürmischen Nacht stehen die Baken einer Einengung noch, aber die Fußplatten sind auf dem nassen Asphalt um eine Handbreit Richtung Fahrbahnmitte gewandert. Die Leitlinie ist dadurch enger geworden, ohne dass etwas umgefallen ist. Solche schleichenden Veränderungen fallen nur bei regelmäßigen Fahrten auf. Kontrollfahrer setzen verrutschte Platten im Rahmen der Wartung zurück, tauschen Bruchstücke gegen Ersatz aus dem Fahrzeug, wenn vorhanden, und melden, was nicht vor Ort lösbar ist. Was bei Sturm zusätzlich zu beachten ist, steht im Ratgeber Sturm an der Baustelle.

Fragen zum Begriff

Darf eine Fußplatte auf dem Gehweg stehen?

Wenn die Absicherung es erfordert, ja. Sie darf aber die nutzbare Gehwegbreite nicht unzulässig einschränken und keine Stolperkante bilden. Für Fußgängerbereiche gibt es flache Ausführungen.

Warum sind Fußplatten aus Beton heute seltener?

Sie brechen leichter, sind schwer zu tragen und hinterlassen beim Anprall harte Bruchstücke. Platten aus Recycling-Gummi oder Kunststoff sind elastischer und einfacher zu handhaben.

Reicht eine Fußplatte für jedes Verkehrszeichen?

Nein. Bei großen Zeichen oder windigen Lagen braucht es eine schwerere Aufstellung, ein Gestell oder zusätzlichen Ballast nach Herstellerangabe.

Fragen? Wir beraten Sie gerne!