Wofür der Sandsack da ist
Der Sandsack ist das übliche Mittel, um transportable Verkehrszeichen, Ständer und Gestelle zusätzlich zu beschweren. Man spricht von Ballastierung. Er wird dort eingesetzt, wo das Eigengewicht der Aufstellvorrichtung für Wind und Lage nicht ausreicht, etwa bei großen Umleitungstafeln, an Brücken oder auf offener Strecke an der Küste.
Sand hat für diesen Zweck zwei Vorteile. Der Sack legt sich an den Fuß an und rutscht nicht ab. Und bei einem Anprall gibt er nach, statt wie ein Stein oder ein Stück Beton als hartes Geschoss weggeschleudert zu werden. Aus diesem Grund gelten Steine, Bordsteinreste oder Kanthölzer als Beschwerung in der Praxis als ungeeignet. Welches Gewicht und wie viele Säcke ein Gestell braucht, steht in den Herstellerangaben.
Richtig und falsch platziert
| Richtig | Falsch |
|---|---|
| Flach auf den Füßen oder Querstreben des Ständers, möglichst tief | Am Pfosten aufgehängt oder auf das Zeichen gelegt |
| Gleichmäßig auf beide Seiten verteilt | Nur auf einer Seite, das Gestell wird schief |
| Innerhalb der Grundfläche des Gestells | Neben dem Gestell im Gehweg oder auf dem Radweg |
| Säcke aus wetterfestem Gewebe, gut verschlossen | Alte Säcke mit Rissen, aus denen der Sand rinnt |
Ein häufiger Fehler steckt in der Höhe. Ein Sandsack, der oben über einer Strebe hängt, hebt den Schwerpunkt an und kann ein Zeichen bei Wind eher zum Pendeln bringen. Tief unten auf den Füßen wirkt dasselbe Gewicht deutlich besser. Mehr zum Zusammenspiel aus Fuß, Gewicht und Wind steht im Ratgeber Fußplatten, Ballast und Standsicherheit.
Was sich im Lauf der Bauzeit ändert
Sandsäcke liegen wochenlang draußen. Sonne macht das Gewebe spröde, Frost lässt den nassen Sand zu einem harten Block gefrieren, und neugierige Passanten nehmen Säcke mit oder werfen sie auf die Fahrbahn. Deshalb gehören sie zu den Punkten, die bei jeder Kontrollfahrt mitgeprüft werden.
- Ballast noch vorhanden und auf beiden Seiten des Gestells
- Gewebe intakt, kein Sand ausgelaufen, Sack nicht deutlich leichter geworden
- Säcke nicht in die Fahrbahn oder den Gehweg gerutscht
- Im Winter: gefrorene Säcke nicht als harte Brocken am Fahrbahnrand
- Nach Sturm: Gestelle stehen noch, Säcke nicht vom Wind verlagert
Fehlen Säcke, ergänzen Kontrollfahrer sie im Rahmen der Wartung aus dem Fahrzeugvorrat. Ist ein Gestell trotz Ballast nicht standsicher, weil Zeichen oder Ständer für den Ort ungeeignet sind, geht eine Meldung an den Verkehrssicherer. Wenn Säcke immer wieder an derselben Stelle verschwinden, hilft der Ratgeber Diebstahl von Absperrmaterial bei der Einordnung.