Worum es geht
TL-Transportable Schutzeinrichtungen ist die Kurzform der Technischen Lieferbedingungen für transportable Schutzeinrichtungen, Ausgabe 1997. Gemeint sind Bauteile aus Beton oder Stahl, die an einer Arbeitsstelle den Verkehr vom Arbeitsbereich trennen und abirrende Fahrzeuge auffangen oder umlenken sollen. Anders als Baken und Kegel haben sie eine echte Rückhaltewirkung. Der Eintrag Transportable Schutzeinrichtung beschreibt die Bauteile selbst.
Die Lieferbedingungen behandeln Anforderungen an Aufbau, Verbindung der Elemente, Kennzeichnung und Markierung. Die ZTV-SA 97 verknüpft sie mit Einsatzbereichen und verlangt eine retroreflektierende Kenntlichmachung. Die eigentliche Leistungsfähigkeit im Anprall wird heute über Prüfungen nach der europäischen Normreihe DIN EN 1317 beschrieben. Welche Systeme ein Auftraggeber zulässt, legt er in seinen Vorgaben fest.
Einsatz an Arbeitsstellen
Transportable Schutzeinrichtungen sind typisch für Autobahnbaustellen, Brückensanierungen und Arbeitsstellen längerer Dauer an schnell befahrenen Bundes- und Landesstraßen. Ob eine Schutzeinrichtung nötig ist und welche Aufhaltestufe sie haben muss, ergibt sich aus RSA 21, Anordnung und Vorgaben der Straßenbauverwaltung. Den größeren Zusammenhang erläutert der Ratgeber Transportable Schutzeinrichtungen.
Prüfpunkte bei der Kontrolle
Kontrollfahrer können die Rückhaltewirkung nicht messen, sehr wohl aber erkennen, ob die Einrichtung so dasteht, wie sie aufgebaut wurde. Wichtig sind vor allem diese Punkte:
- Elemente vollständig verbunden, keine offenen Kupplungen oder fehlenden Bolzen
- Anfang und Ende gesichert, etwa mit Anpralldämpfer oder Absenkung nach Vorgabe
- Keine Verschiebung in den Fahrstreifen oder in den Arbeitsraum
- Anprallspuren, Risse oder abgeplatzter Beton nach Fahrzeugkontakt
- Leitelemente und Rückstrahler auf der Wand vorhanden und sauber
- Arbeitsbereich hinter der Wand frei von gelagertem Material, das den Verformungsweg blockiert
Schäden an der Wand sind kein Fall für die kleine Wartung, sondern gehören sofort an die Bauleitung. Bei unseren Fahrten im Norden halten wir solche Befunde mit Foto und GPS-Bezug fest und melden sie über die Leitstelle.