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Glossar

Warnleuchte

Warnleuchte an der Arbeitsstelle erklärt: wofür sie da ist, wo sie sitzt, welche Betriebsarten es gibt und welche Mängel Kontrollfahrer nachts finden.

Von Manuel Rutsch · Stand: 8. Oktober 2026 · 2 Min. Lesezeit

Was eine Warnleuchte ist

Eine Warnleuchte ist eine netzunabhängige Leuchte mit gelbem Licht, die auf Absperrgeräten wie Leitbaken, Absperrschranken oder Leitkegeln sitzt. Sie macht Beginn, Verlauf und Ende einer Absperrung bei Dunkelheit, Nebel und starkem Regen erkennbar. Die retroreflektierende Folie der Geräte wirkt nur, wenn Scheinwerferlicht auf sie fällt. Die Leuchte dagegen ist aus eigener Kraft sichtbar, auch aus größerer Entfernung und von der Seite.

Welche Eigenschaften eine Leuchte für den öffentlichen Straßenraum haben muss, beschreiben die TL-Warnleuchten. Wo und in welcher Dichte Leuchten stehen, ergibt sich aus der RSA 21, dem Regelplan und der verkehrsrechtlichen Anordnung für die einzelne Arbeitsstelle.

Betriebsarten und Montage

Die meisten Leuchten lassen sich zwischen Dauerlicht und Blinklicht umschalten. Dauerlicht zeichnet eine Linie nach, etwa eine Bakenreihe in einer Verschwenkung. Blinklicht zieht den Blick auf einen einzelnen Punkt, zum Beispiel eine Schranke quer zur Fahrtrichtung. Ein Dämmerungsschalter schaltet die Leuchte bei Tageslicht ab und spart so Energie.

  • Halterung passend zum Gerät: Bakenkopf, Schrankenholm oder Kegelspitze
  • Abstrahlrichtung zum ankommenden Verkehr, bei zweiseitigen Leuchten zu beiden Fahrtrichtungen
  • Energiequelle: Batterie, Akku oder Solarmodul mit Akku
  • Sicherung gegen Diebstahl, etwa mit Spezialschraube oder Schloss

Welche Bauart wo vorgeschrieben ist und wann Blinklicht statt Dauerlicht passt, erklärt der Ratgeber Warnleuchten: Dauerlicht oder Blinklicht. Zu den Typbezeichnungen siehe Warnleuchte Klasse WL.

Worauf es bei der Kontrolle ankommt

Tagsüber sieht eine dunkle Warnleuchte genauso aus wie eine funktionierende. Ein ausgefallenes Gerät fällt deshalb erst bei der Fahrt nach Einbruch der Dunkelheit auf, oder bei einem gezielten Funktionstest, bei dem der Sensor kurz abgedeckt wird. Eine Lücke von zwei oder drei dunklen Leuchten in einer langen Bakenreihe lässt die Linie nachts abreißen. Der Fahrer sieht dann eine Öffnung, wo keine ist.

Typische Befunde sind leere Akkus nach mehreren kalten Nächten, verdrehte Köpfe nach Windböen oder Anfahrschäden, verschmutzte Linsen nach Regen auf frisch gefrästen Flächen und schlicht fehlende Leuchten. Auf Landstraßen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern mit langen dunklen Abschnitten wiegt jeder dieser Mängel besonders schwer. Wie Ladezustand und Helligkeit geprüft werden, beschreibt der Ratgeber Warnleuchten kontrollieren. Unsere Kontrollfahrer tauschen Akkus und richten Leuchten im Rahmen der Fahrt und halten jeden Befund im Kontrollbericht fest.

Fragen zum Begriff

Braucht jede Leitbake eine Warnleuchte?

Nicht zwingend. Wie viele Leuchten eine Bakenreihe trägt, legen Regelplan und Anordnung fest. Maßgeblich ist, dass Beginn, Verschwenkung und Ende der Absperrung nachts eindeutig erkennbar sind.

Warum brennt eine Warnleuchte tagsüber nicht?

Der eingebaute Dämmerungsschalter schaltet sie bei ausreichendem Tageslicht ab. Das ist gewollt und schont die Energiequelle, macht aber eine Funktionsprüfung bei Tag schwieriger.

Wer tauscht leere Akkus aus?

Das ist Aufgabe des Verantwortlichen für die Verkehrssicherung. Er kann die Wartung an einen Dienstleister übertragen, der den Tausch bei den Kontrollfahrten erledigt und dokumentiert.

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