Anschlussstelle Stellingen und Sportplatzring: Knoten unter Dauerlast
Wo die A7 bei Stellingen ihre Anschlussstelle hat, trennen sich Bundesstraße 4 und Bundesstraße 5 vom Autobahnverkehr, und wenige hundert Meter weiter treffen Kieler Straße und Sportplatzring aufeinander, ein Knoten, der zu den meistbefahrenen Hamburgs gerechnet wird. Hier überlagern sich Fernverkehr, der die Autobahn verlässt, Pendler aus dem Nordwesten und Lieferfahrten in die Gewerbeflächen. Schon ein einzelner gesperrter Fahrstreifen verändert die Lage spürbar: Linksabbieger stauen sich in die Geradeausspur, Lkw schwenken weit aus, um in eine verengte Zufahrt zu kommen, und Radfahrer suchen sich den Weg zwischen Baken und Bordstein. Als Prüfer achten wir an diesem Knoten zuerst auf die Vorwarnung, denn wer von der Rampe kommt, fährt meist noch mit Autobahngeschwindigkeit. Danach prüfen wir, ob Fahrstreifenmarkierungen und gelbe Baustellenmarkierung eindeutig sind und keine alte Linie in die falsche Richtung lockt, ob Signalanlagen mit provisorischen Zeiten zu den verlegten Spuren passen und ob Sperrelemente an den Abbiegerinnenseiten so stehen, dass ein Sattelzug sie nicht mitnimmt. Für Fußgänger und Radfahrer kontrollieren wir die Ersatzwege über die Kreuzung, die Bordabsenkungen und die Sicht an den Furten. Wird an diesem Knoten über mehrere Wochen gebaut, empfehlen wir Fahrten zu unterschiedlichen Tageszeiten, weil sich die Belastung zwischen Berufsverkehr und Abend stark unterscheidet.










