Hasenbürener Landstraße: eine Dorfstraße als Brücke über der Tunnelbaugrube
Wer im Spätsommer 2026 die Hasenbürener Landstraße entlangfuhr, rollte auf einer Brücke über die Baugrube S1 des Wesertunnels. Seit der 34. Kalenderwoche ist die Grube bis auf die Unterwasserbetonsohle leergepumpt, von der danebenliegenden Gehwegbrücke blickt man rund 15 Meter in die Tiefe. Hier sollen vor Ort Tunnelblöcke entstehen, an die später die eingeschwommenen Elemente anschließen. Gleichzeitig ist die Straße der normale Weg der Anwohner, des Ortsamts und der Buslinie 62. Für eine Kontrollfahrt ist das eine besondere Lage: Die Absturzsicherung an Brückenrand und Fußgängersteg muss lückenlos sein, auch wenn Bautrupps einzelne Geländerelemente für Arbeiten kurz öffnen. Wir prüfen, ob Fahrzeugrückhaltesysteme und Geländer durchgehend verbunden sind, ob Ein- und Ausfahrten der Baustelle klar markiert sind und ob die Fahrbahnbreite für Bus und Gegenverkehr ausreicht. Wir achten darauf, dass Schaulustige, die auf der Gehwegbrücke stehen bleiben, nicht auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Nachts kontrollieren wir die Beleuchtung der Übergänge und die Warnleuchten an den Brückenköpfen. Ab dem vierten Quartal 2026 sollen zwischen Weserufer und Brücke tiefe Bodenschichten ausgekoffert werden; jede neue Bauphase verändert dann wieder Zufahrten und Sichtachsen. Deshalb fahren wir nach jeder Umstellung zeitnah an und halten den neuen Zustand im Bericht fest.










