A 28 von Deichhorst bis Hasport: Anschlussstellen im Stadtgebiet
Die A 28 verläuft durch Delmenhorst wie eine Stadtautobahn. Zwischen den Anschlüssen von Ganderkesee im Westen und dem Dreieck Stuhr im Osten liegen Deichhorst, Adelheide, Hasport und das Dreieck Delmenhorst dicht hintereinander. Für Arbeitsstellen heißt das: Kurze Abstände, viele Ein- und Ausfahrten, Verkehr, der sich ständig neu sortiert. Wird ein Fahrstreifen eingezogen oder eine Rampe gesperrt, bleibt Fahrern oft wenig Strecke, um sich einzuordnen. Unsere Kontrollfahrer prüfen deshalb, ob Ankündigungen rechtzeitig vor der jeweiligen Anschlussstelle stehen und nicht erst dahinter, ob gesperrte Ausfahrten frühzeitig mit Umleitung über den nächsten Anschluss ausgeschildert sind und ob Einfädelstreifen in der Baustellenführung ausreichend lang bleiben. Auf der Hauptfahrbahn achten wir auf gelbe Markierung, entfernte oder abgedeckte weiße Linien, lückenlos verbundene Schutzeinrichtungen und gut sichtbare Absperrtafeln mit funktionierender Beleuchtung. An den Rampen sehen wir nach, ob Leitbaken nach dem Feierabendverkehr noch in Reihe stehen. Bei Sperrungen fahren wir die Umleitung über das städtische Netz vollständig ab, denn dort entscheidet sich, ob der umgeleitete Verkehr wieder auf die Autobahn findet.
Dreieck Delmenhorst: Brückenersatz am Übergang zur B 75
Am Dreieck Delmenhorst geht die A 28 in die vierspurige B 75 Richtung Bremen über. Der Knoten wurde erst bis 2008 zum Autobahndreieck ausgebaut, und eine Brücke aus dem Jahr 1961 musste ersetzt werden, nachdem 2019 Mängel am Spannstahl festgestellt worden waren. Für den Einbau des neuen Stahlüberbaus plante die Autobahn GmbH im September 2025 eine Vollsperrung, der Verkehr wurde über B 75 und Syker Straße umgeleitet. Solche Ersatzneubauten ziehen sich über Monate und Jahre, und mit jeder Bauphase ändert sich die Verkehrsführung. Genau dort entstehen Fehler: Alte Markierungen schimmern durch, ein Schild aus der vorigen Phase bleibt stehen, eine Umleitungstafel zeigt in die falsche Richtung. Unsere Kontrollfahrer prüfen nach jeder Umstellung, ob die Verkehrsführung eindeutig ist und nur eine Lesart zulässt. Auf der Umleitung durch die Stadt kontrollieren wir jeden Abzweig und achten darauf, dass Lkw nicht in Wohnstraßen geraten. Wo Brückenteile über einer Fahrbahn montiert werden, sehen wir nach, ob Sperrbereiche wirklich geschlossen sind. Alle Befunde dokumentieren wir mit Foto, Lage und Uhrzeit, damit Bauleitung und Bauherr den Zustand jeder einzelnen Phase später lückenlos belegen können, etwa gegenüber Versicherung oder Straßenbaulastträger.
B 75 nach Bremen und Regio-S-Bahn: Pendlerkorridor ohne Pause
Zwischen Delmenhorst und Bremen gibt es kaum eine Pause im Verkehr. Die B 75 ist vierspurig ausgebaut, die Regio-S-Bahn fährt auf der Strecke Bremen–Oldenburg, und Delbus bindet die Stadtteile an den Bahnhof an. Morgens und am späten Nachmittag rollen Pendler in Wellen, dazwischen Lieferverkehr, Handwerker und Busse. Arbeitsstellen an diesem Korridor müssen mit hohen Verkehrsmengen, dichten Kolonnen und viel Ungeduld zurechtkommen. Unsere Kontrollfahrer prüfen, ob Fahrstreifenreduzierungen lang genug angekündigt und klar markiert sind, ob Lichtsignalanlagen auf die Spitzenzeiten abgestimmt sind und ob Bushaltestellen, die verlegt wurden, für Fahrgäste und Fahrer eindeutig ausgeschildert sind. Rund um den Bahnhof achten wir auf Fußgängerströme zwischen Zug, Bus und Innenstadt: Ersatzwege müssen breit genug, eben und ohne Stolperkanten sein, Absperrschranken mit Tastleiste geschlossen. Auf Radachsen schauen wir, ob die Umleitung für Radfahrer genauso deutlich ist wie für den Autoverkehr. Wir legen die Kontrollen auf Wunsch in die Stoßzeiten, wenn sich zeigt, ob die Verkehrsführung unter Last funktioniert, und melden Gefahren sofort an Ihre Bauleitung, damit noch vor dem nächsten Berufsverkehr nachgebessert werden kann.
Delme, Nordwolle-Viertel und Wohnstraßen: Baustellen im Quartier
Abseits der großen Achsen ist Delmenhorst eine Stadt der Wohnviertel. Stadtteile wie Düsternort, Deichhorst, Bungerhof, Hasbergen oder Hasport/Annenheide sind geprägt von Wohnstraßen, Schulwegen und Nahversorgung. Die Delme zieht sich durch die Stadt, und auf dem früheren Gelände der Nordwolle sind heute Kultur und Museum zu Hause. Hier wird vor allem an Leitungen, Fahrbahnen, Gehwegen und Hausanschlüssen gebaut, oft über viele Wochen und auf engem Raum. Die Menschen, die an diesen Arbeitsstellen vorbeimüssen, sind Kinder auf dem Schulweg, Ältere mit Rollator, Eltern mit Kinderwagen und Anwohner, die einparken wollen. Unsere Kontrollfahrer achten darauf, dass Gehwegsperrungen eine sichere Alternative bekommen, dass Baugruben fest umschlossen und abends beleuchtet sind und dass Absperrungen keine Lücken haben, durch die jemand hineinlaufen kann. In Straßen an der Delme prüfen wir, ob Böschungen und Ufer gesichert sind, wo Arbeiten nah ans Wasser reichen. Halteverbote, Einbahnregelungen und Sackgassenhinweise kontrollieren wir auf Vollständigkeit, damit Rettungsdienst und Müllabfuhr durchkommen. Befunde gehen mit Foto und Lage an die Bauleitung, und was Fußgänger unmittelbar gefährdet, melden wir noch von der Stelle aus telefonisch.