B 207 auf zehn Inselkilometern: vierstreifiger Ausbau unter rollendem Fährverkehr
Zehn der 16,3 Kilometer, auf denen die DEGES die B 207 zwischen Heiligenhafen-Ost und Puttgarden verbreitert, liegen auf Fehmarn. Die Strecke ist Teil einer europäischen Hauptverkehrsachse und darf deshalb nicht gesperrt werden, gebaut wird abschnittsweise neben dem fließenden Verkehr. Für den Prüfer ist das ein Dauerthema mit ständig wechselnden Bildern. Jeder neue Bauabschnitt verschiebt Fahrstreifen, verengt den Querschnitt oder verlegt Zufahrten an andere Stellen. Lkw mit Auflieger, Wohnmobile mit Anhänger und Pkw mit Dachboxen, die zur Fähre wollen, treffen dort auf Baustellenfahrzeuge, die über provisorische Ein- und Ausfahrten kommen. Wir messen nach, ob die verbleibenden Fahrstreifen die angeordnete Breite haben, ob Leitwände oder Schutzeinrichtungen lückenlos stehen und ob Übergänge zwischen alter und neuer Fahrbahn ohne Kanten befahrbar sind. Wir prüfen, ob Tempobeschränkungen früh genug angekündigt werden und ob sie zu dem passen, was die Fahrer im Abschnitt tatsächlich vorfinden. Nachts kontrollieren wir Rückstrahlung und Warnleuchten, denn auf der flachen Insel gibt es abseits der Orte kaum Licht. Nach Wochenenden mit hohem Fährverkehr achten wir besonders auf umgefahrene Baken und verdrehte Schilder, die sonst bis zum nächsten Werktag unbemerkt bleiben würden.










