Kanaltunnel und B 77: vier Fahrstreifen, 4,20 Meter Höhe und kaum Ausweichmöglichkeiten
Der Kanaltunnel ist das Nadelöhr der Stadt. Rund 35.000 Fahrzeuge am Tag nutzen ihn, und weil die B 77 über ihn an die A 210 anschließt, hängen die Industriegebiete im Westen ebenso daran wie der Pendelverkehr Richtung Kiel. Eine Höhenkontrolle vor den Einfahrten sperrt die Röhre, sobald ein zu hohes Fahrzeug anrollt; im ersten Halbjahr 2026 passierte das mehr als zweimal in der Woche, und jedes Mal staut es sich. Arbeitsstellen auf den Zufahrten wirken in diesem Umfeld wie ein Verstärker. Unsere Kontrollfahrer achten zuerst darauf, ob Fahrer überhaupt früh genug erfahren, was sie erwartet: Steht die Ankündigung so weit vor der Engstelle, dass ein Lkw-Fahrer noch auf eine andere Querung ausweichen kann? Sind Fahrstreifenwechsel mit gelber Markierung eindeutig, oder schimmern alte weiße Linien durch? An den Rampen prüfen wir Leitwände und Baken auf Lücken, die Sicht auf eingeschränkte Bereiche und die Beleuchtung bei Dunkelheit, denn der Wechsel zwischen Tunnellicht und offener Strecke verlangt den Augen viel ab. Wo die Umleitung bei Vollsperrung über die B 203 oder eine andere Querung führt, fahren wir sie vollständig ab und vermerken jede Kreuzung, an der der Hinweis fehlt, verdeckt ist oder in die falsche Richtung zeigt.










