Elbbrücke von 1951: Straße und Schiene auf einem Bauwerk, Wanderbaustelle auf dem Gehweg
Die Brücke über die Elbe zwischen Lauenburg und Hohnstorf ist seit 1951 in Betrieb und trägt sowohl die B 209 als auch die Bahnstrecke Lübeck–Lüneburg. Nach einer Prüfung im November 2025 musste der Gehweg wegen erheblicher Schäden gesperrt werden, seit Januar 2026 wird er saniert. Die Arbeiten laufen als Wanderbaustelle mit halbseitiger Sperrung, eine mobile Ampel regelt den Wechselverkehr, unter der Brücke steht ein Gerüst für die Sicherung der Tragkonstruktion. Radfahrer fahren auf der Fahrbahn, Fußgänger nehmen den Shuttlebus. Für einen Prüfer ist das eine anspruchsvolle Lage: Auf einer langen Brücke ohne Ausweichfläche rollen Lkw, Pkw und Fahrräder abwechselnd durch eine Engstelle, deren Lage sich mit dem Baufortschritt verschiebt. Wir prüfen nach jedem Umsetzen, ob die Ampel an der neuen Position steht und ob ihre Räumzeit zur aktuellen Länge der Engstelle passt. Wir kontrollieren, ob die Absperrung zum Arbeitsbereich durchgehend ist, ob Radfahrer vor der Engstelle klar auf die Fahrbahn geführt werden und ob die Geschwindigkeitsbegrenzung auf beiden Seiten angekündigt ist. Weil die Brücke über offenem Wasser liegt, achten wir nach Wind und Unwetter auf verschobene Baken und Schilder.










