Berliner Allee als B 2: Lehren aus 1.600 Metern Gleiserneuerung
Die Berliner Allee ist Bundesstraße, Einkaufsstraße und Straßenbahnstrecke in einem. Wie stark Bauarbeiten hier eingreifen, hat die Gleiserneuerung der BVG gezeigt: In fünf Bauphasen wurden 2021 und 2022 rund 1.600 Meter neue Gleise verlegt, dazu Haltestelle und Weiche am Knoten Indira-Gandhi-Straße erneuert. Zwischen Antonplatz und Rossinistraße, später zwischen Antonplatz und Indira-Gandhi-Straße und schließlich bis zur Rennbahnstraße waren die Straßenbahnen der Linien M4, 12 und M13 abschnittsweise unterbrochen und durch Busse ersetzt. Solche Gleisbaustellen verändern die Allee grundlegend. Fahrstreifen werden verlegt, Ersatzbusse brauchen Haltestellen am Fahrbahnrand, Fußgänger müssen über provisorische Wege zu den Bussen, und Autofahrer treffen auf Verkehrsführungen, die sich von Phase zu Phase ändern. Für uns als Prüfer sind die Phasenwechsel der kritischste Moment. Wir kontrollieren nach jeder Umstellung, ob die neue Beschilderung vollständig steht und alte Zeichen entfernt oder abgedeckt sind, ob gelbe Markierungen die frühere Führung eindeutig überlagern und ob Ersatzhaltestellen sicher und barrierefrei erreichbar sind. An der Gleisbaugrube prüfen wir Absperrungen gegen Absturz und Anfahren, und an Querungen achten wir darauf, dass Fußgänger nicht über ungesicherte Schwellen oder lose Platten laufen müssen.










