Stadtring A100: Umleitungen am Funkturm, neuer Ausgang in Treptow
Kaum ein Bauwerk hat den Berliner Verkehr zuletzt so durcheinandergebracht wie die Ringbahnbrücke am Funkturm. Im März 2025 weitete sich ein Riss im Tragwerk unerwartet aus, die Brücke wurde gesperrt und bis April abgerissen. Vorher fuhren dort rund 90.000 Fahrzeuge täglich, seitdem weichen sie großräumig aus, teils durch Wohnstraßen. Der Neubau läuft seit Herbst 2025, die Nordfahrbahn zwischen Messedamm und Spandauer Damm soll im Sommer 2027 wieder frei sein; parallel entsteht die Westendbrücke neu. Im Südosten hat der Stadtring dagegen dazugewonnen: Seit dem 27. August 2025 führt der 16. Bauabschnitt durch einen 1.713 Meter langen Tunnel unter Britz bis zum Treptower Park, wo der Autobahnverkehr nun auf Stadtstraßen trifft. Für einen Prüfer heißt das: An beiden Enden lastet Verkehr auf Straßen, die dafür nicht geplant waren. Umleitungsschilder verblassen, werden zugeparkt oder nach einer Sturmnacht verdreht, und auf den Ausweichrouten stehen weitere Baustellen, deren Absicherung nie mit so viel Durchgangsverkehr gerechnet hat. Auf der Autobahn selbst entscheiden Vorwarnung, Länge der Verziehung und lückenlose Leitbakenreihen darüber, ob Lastzüge rechtzeitig einscheren. Unsere Kontrollfahrer fahren Hauptstrecke und Umleitung getrennt ab, prüfen die Wegweisung an jeder Abzweigung, kontrollieren nachts die Warnleuchten und vermerken Abweichungen vom Verkehrszeichenplan mit Bild, Fahrtrichtung und Uhrzeit.










