A 111 und Flughafentunnel: Erneuerung einer Stadtautobahn unter laufendem Verkehr
Die A 111 führt vom Dreieck Charlottenburg nach Norden zum Berliner Ring und ist seit 1990 eine wichtige Verbindung in Richtung Hamburg. In Tegel taucht sie in den Tunnel Flughafen Tegel ab, der 1979 gebaut wurde und in den beiden Richtungen 967 und 878 Meter misst. Hinzu kommen der Tunnel Beyschlagstraße mit 500 Metern und der Forsttunnel mit 200 Metern. Für den 12,6 Kilometer langen Berliner Abschnitt ist eine grundhafte Erneuerung vorgesehen, bei der Fahrbahn und Brücken ersetzt werden sollen, frühestens ab 2026. Solche Großmaßnahmen laufen über Jahre in Bauphasen mit wechselnden Verkehrsführungen, Überleitungen und Behelfsfahrstreifen. Gerade die Umstellung von einer Phase zur nächsten ist anfällig: Alte Markierungen schimmern durch, Schilder der vorigen Phase bleiben stehen, Leitwände sind nicht dicht gestoßen. Wir fahren die Führung in beiden Richtungen bei Tag und bei Nacht, prüfen Vorwarnung, Überleitungen und die Übergänge an den Tunnelportalen, an denen sich das Auge auf Helligkeit umstellen muss. An den Anschlussstellen sehen wir nach, ob gesperrte Rampen schon an der Zufahrtsstraße angekündigt werden, damit niemand auf der Autobahn eine Ausfahrt verpasst und umkehrt. Wird nachts gearbeitet, kontrollieren wir zusätzlich Absperrtafeln und Blinklichter am Beginn jeder Sperrung, weil Fahrer dort mit hohem Tempo auf die Einengung zufahren.










