Teltowkanal und Bäkebrücke: wenn eine Kanalquerung zum Nadelöhr wird
Der Teltowkanal teilt Lichterfelde in einen westlichen und einen östlichen Teil. Wer mit dem Auto, dem Bus oder dem Rad von der Villenkolonie zum Ostpreußendamm will, muss über eine der Brücken. Die Bäkebrücke trägt seit 1960 die Bäkestraße zwischen Ostpreußendamm und Hindenburgdamm über den Kanal, eine genietete Stahlbrücke mit knapp 35 Metern Spannweite; für sie ist ein Ersatzneubau vorgesehen. Durch die Bäkestraße fahren acht Buslinien. Fällt an einer solchen Querung ein Fahrstreifen weg, verteilt sich der Verkehr nicht einfach neu, sondern staut sich bis in die nächsten Kreuzungen zurück, und Busse verlieren ihren Takt. Für die Absicherung sind Brückenbaustellen besonders anspruchsvoll: Auf dem Bauwerk fehlt oft der Platz für breite Sicherheitsabstände, Geländer und Behelfskonstruktionen engen den Gehweg ein, und die Rampen vor der Brücke verdecken die Sicht auf das Stauende. Wir prüfen an Kanalbrücken, ob die Vorwarnung vor der Rampe beginnt, ob Leitbaken und Schutzeinrichtungen den Restquerschnitt klar abgrenzen, ob Fußgänger und Radfahrer einen sicheren Weg über das Wasser haben und ob Leuchten in der Dunkelheit die Kante zur Arbeitsfläche deutlich zeigen. Auch Uferwege prüfen wir, wenn sie wegen Arbeiten gesperrt sind.










