Rudower Spinne: ein Platz, sechs Zufahrten, eine Endstation
Südlich des U-Bahnhofs Rudow, an dem die U7 seit 1972 endet, laufen sechs Straßen auf einem Platz zusammen: Neuköllner Straße, Alt-Rudow, Groß-Ziethener Chaussee, Neudecker Weg, Waltersdorfer Chaussee und Schönefelder Straße. Der Volksmund nannte den Knoten schon lange Spinne, im Juni 1983 wurde der Name amtlich. Auf dem Platz liegt ein Findling, der als Naturdenkmal geschützt ist. Bis 1966 fuhr hier noch die Straßenbahn, heute bestimmen Busse, Pendler und Lieferverkehr das Bild. Eine Arbeitsstelle an einer der sechs Zufahrten wirkt fast immer auf die übrigen fünf. Wird ein Arm eingeengt, staut sich der Verkehr schnell bis in die Nachbarstraßen, und Fahrer suchen Wege durch das Wohngebiet. Wir prüfen deshalb nicht nur die Baustelle selbst, sondern jede Zufahrt zum Platz: Kommt die Vorwarnung rechtzeitig, bevor sich die Fahrer einordnen müssen? Sind gesperrte Abbiegebeziehungen klar ausgeschildert, und führt die Umleitung zurück auf eine Hauptstraße statt in eine Anliegerstraße? Wir sehen nach, ob Signalanlagen und provisorische Markierungen zusammenpassen und ob Fußgänger auf dem Weg zur U-Bahn eine sichere Querung behalten. Bei Dunkelheit kontrollieren wir die Warnleuchten an jedem Arm, weil Fahrer an diesem Knoten viele Lichtquellen gleichzeitig verarbeiten müssen.










