Ortsdurchfahrt der B 102: Bauen in Abschnitten über einem mittelalterlichen Untergrund
Die B 102 führt mitten durch Jüterbog, vom Dammtor bis zur Nuthebrücke. Ihre Ortsdurchfahrt wurde ab 2015 in fünf kurzen Teilabschnitten zwischen 75 und knapp 400 Metern erneuert. Kurz waren sie mit Absicht, damit Schulbusse fahren konnten und Anlieger und Geschäfte erreichbar blieben. Trotzdem zog sich die Arbeit hin: Allein im ersten Abschnitt registrierte die archäologische Begleitung 450 Befunde, das Landesamt für Denkmalpflege rechnete in allen Abschnitten mit Funden. Jeder Teilabschnitt lief unter Vollsperrung, der Ortsverkehr wurde durch das Straßennetz der Innenstadt umgeleitet. Für die nächste Etappe zwischen Alter Nuthe und Stegeweg ließ der Landesbetrieb Straßenwesen Ende 2024 bereits rund 40 Bäume roden. Eine Baustelle, die wegen Grabungen tage- oder wochenlang ruht, bleibt trotzdem eine Gefahrenstelle. Unsere Kontrollfahrer prüfen gerade in solchen Pausen, ob Grabungsflächen sicher abgesperrt und abgedeckt sind, ob Absperrschranken nach Wind noch stehen und ob Fußgänger vor den Geschäften einen durchgehenden, ebenen Weg finden. Wird eine Vollsperrung um einen Abschnitt verschoben, kontrollieren wir die gesamte innerörtliche Umleitung neu, damit kein Schild auf eine Straße zeigt, die inzwischen wieder offen oder schon gesperrt ist.










