Linie 88 in Kirschen- und Puschkinstraße: Meterspur auf der Fahrbahn
Seit 1910 fährt die Straßenbahn nach Schöneiche, heute als Linie 88 vom S-Bahnhof Friedrichshagen bis nach Rüdersdorf. Sie ist die letzte meterspurige Bahn im Berliner Raum. Aus dem Wald kommend, wechselt sie in Schöneiche in die Kirschenstraße und die Puschkinstraße und liegt dort mitten in der Fahrbahn. Ab dem Pyramidenplatz wird die Strecke eingleisig und läuft auf eigenem Gleiskörper am Betriebshof vorbei durch die Dorfstraße, später in Seitenlage entlang der Schöneicher Straße. Wer an einer solchen Strecke arbeitet, muss mit Zügen rechnen, die weder ausweichen noch schnell anhalten können. Auf eingleisigen Abschnitten kommt hinzu, dass die Bahn aus beiden Richtungen auf demselben Gleis fährt. Typische Fehler sind Absperrungen, die in den Lichtraum ragen, Material am Gleisrand, Fußgänger, die auf dem Weg zur Haltestelle das Gleis betreten, weil der Gehweg gesperrt ist, und Autos, die vor einer Engstelle auf die Schienen ausweichen. Unsere Kontrollfahrer prüfen den Abstand der Absicherung zum Gleis, die Führung des Kraftverkehrs neben der Bahn und den sicheren Zugang zu den Haltestellen. Wir schauen, ob Warnleuchten im Schatten der Bäume gut zu erkennen sind und ob nach Feierabend nichts ins Profil der Bahn gerutscht ist. Jede Abweichung halten wir mit Bild, Ort und Uhrzeit fest.










