Neubaugebiete, in denen gewohnt und gleichzeitig gebaut wird
In den Erschließungsgebieten am Rand von Bernau ist der Regelfall, dass Menschen bereits einziehen, während Straßen, Gehwege und Leitungen noch nicht fertig sind. Für die Verkehrssicherung entsteht damit eine Lage, die weder einer klassischen Baustelle noch einer fertigen Straße entspricht: Anwohnerverkehr, Umzugswagen und Handwerker bewegen sich täglich durch einen Bereich, der formal Arbeitsstelle ist. Die typischen Mängel, die wir hier dokumentieren, sind entsprechend: Baugruben ohne vollständige Umwehrung in unmittelbarer Nähe von Zufahrten, fehlende Übergänge über offene Gräben, gelagertes Material im künftigen Gehwegbereich ohne gesicherte Alternative und Beschilderung, die einen Bauzustand beschreibt, der längst überholt ist. Wir prüfen diese Bereiche mit dem Maßstab, der für öffentlichen Verkehr gilt, weil faktisch öffentlicher Verkehr stattfindet – unabhängig davon, ob die Straße bereits gewidmet ist.










