A 13 und B 96: zwei Achsen, die zusammen atmen
Die Besonderheit von Zossen liegt darin, dass Autobahn und Bundesstraße hier funktional gekoppelt sind. Wenn die A 13 stockt oder eine Arbeitsstelle den Querschnitt reduziert, verlagert sich Verkehr auf die B 96, und umgekehrt verändert eine Baustelle auf der Bundesstraße das Verhalten an der Anschlussstelle. Eine Absicherung, die nur den eigenen Abschnitt betrachtet, greift deshalb zu kurz. Wir prüfen bei Maßnahmen an einer der beiden Achsen immer auch die Wirkung auf die andere: Reicht die Aufstellfläche an der Anschlussstelle, wenn zusätzlicher Verkehr ausweicht? Kann Rückstau von der Bundesstraße bis in die Ausfahrt zurückreichen? Ist die Wegweisung so eindeutig, dass ein Fahrer sich früh entscheidet, statt im letzten Moment die Spur zu wechseln? Bei autobahnnahen Arbeitsstellen liegt der Schwerpunkt auf den Übergangs- und Verziehungsbereichen, weil dort die kritischen Manöver stattfinden. Wir prüfen die Länge und Staffelung der Verziehung gegen den Plan, die Durchgängigkeit der Leitung ohne Lücken sowie den korrekten Sitz von Schutzeinrichtungen einschließlich Anfangs- und Endkonstruktionen. Auf der B 96 bewerten wir zusätzlich die Fahrstreifenzuordnung und die Sichtbarkeit alter Markierungen, die bei Nässe und Dunkelheit stärker wirken können als provisorische, und stufen widersprüchliche Markierungen mit hoher Dringlichkeit ein.










