Ueckerstraße und Bahnübergang: ein Nadelöhr, das die ganze Stadt bremst
Im Juni 2024 reichte eine gebrochene Entwässerungsrinne am Bahnübergang in der Ueckerstraße, um Ueckermünde spürbar auszubremsen. Für die Notreparatur wurde der Verkehr mit einer Baustellenampel einstreifig geführt, der Stau zog sich über die Umgehungsstraße bis zum Polizei-Kreisverkehr und in die Eggesiner Straße, Wartezeiten bis zu einer Stunde wurden berichtet, Schulbusse kamen verspätet an. Die Stadt senkte schließlich die Poller in der Ueckerstraße, um eine zweite Route freizugeben. Aus Prüfersicht zeigt dieser Fall drei Punkte, die wir bei jeder ähnlichen Arbeitsstelle kontrollieren. Erstens: Reicht der Stauraum vor der Ampel, oder kann sich die Schlange über die Gleise oder in einen Kreisverkehr zurückstauen? Bei Bahnübergängen ist ein Stillstand auf den Gleisen das größte Risiko. Zweitens: Ist die Baustelle frühzeitig angekündigt, damit Ortskundige rechtzeitig ausweichen können? Drittens: Passen die Räum- und Grünzeiten zur tatsächlichen Länge des Baufelds und zum Verkehr in der Spitzenstunde? Wir fahren eine solche Stelle zu verschiedenen Tageszeiten an, messen die Länge des Rückstaus und halten fest, ob Warnung, Ampel und Umleitung zusammenpassen. Auch bei kurzfristigen Notmaßnahmen ist eine geprüfte Sicherung möglich, und gerade dann zahlt sie sich aus.










