Fähranleger Blexen: alle 20 Minuten eine Welle aus Lkw, Pendlern und Radfahrern
Zwischen Blexen und Bremerhaven-Geestemünde pendeln zwei Fährschiffe, die je 300 Menschen und 150 Meter Fahrzeugspur aufnehmen. Werktags legen sie ab fünf Uhr morgens ab, tagsüber alle 20 Minuten. Schon 2013 setzten mehr als 9.400 Lkw auf diesem Weg über. Für den Verkehr in Blexen bedeutet das: Er kommt nicht gleichmäßig, sondern schubweise. Legt ein Schiff an, fahren in kurzer Zeit viele Fahrzeuge zugleich von Bord, und vor der Abfahrt staut sich die Warteschlange zurück. Wer an der Zufahrt zum Anleger, an der B 212 dahinter oder an Leitungen im Straßenraum arbeitet, muss diesen Rhythmus einplanen. Wir prüfen, ob Baustellenampeln eine ganze Fährladung abfließen lassen, ohne dass sich der Rückstau bis in die Engstelle zieht, und ob die Warteschlange vor dem Anleger nicht auf eine Absperrung trifft. Fußgänger und Radfahrer sind hier besonders zahlreich, weil der Wesertunnel für sie gesperrt ist; die Fähre ist für sie der einzige Weg über den Fluss. Deshalb kontrollieren wir Notgehwege, Radführungen und Querungen mit besonderer Sorgfalt. Auf Wunsch fahren wir genau dann, wenn ein Schiff ankommt, und am frühen Morgen, wenn die ersten Lkw im Dunkeln vom Anleger rollen. Sonntags, bei längeren Abständen zwischen den Abfahrten, sieht das Bild wieder anders aus.










