Radwegequerungen: die kritischste Stelle jeder Baustelle
In Nordhorn ist der Radverkehr so stark, dass er die Bewertung einer Baustellenabsicherung maßgeblich bestimmt. Die kritischsten Punkte sind dabei nicht die langen Wegstrecken, sondern die Querungen: dort, wo ein Radweg eine Fahrbahn schneidet, wo eine Baustelle eine Führung unterbricht oder wo Radfahrer aus einem geschützten Bereich in den Mischverkehr wechseln müssen. Wir prüfen jede dieser Stellen einzeln. Ist die Führung eindeutig erkennbar, auch für jemanden, der zügig fährt und nicht anhält, um ein Schild zu lesen? Wird der Radverkehr auf einen Ersatzweg geleitet, der eine nutzbare Breite hat, oder auf einen Streifen, der nur auf dem Plan existiert? Wie sind die Übergänge gestaltet? Bordsteinkanten, Belagswechsel, Rillen an Übergangsplatten und lose Bleche sind für Fahrräder ungleich gefährlicher als für Autos, weil sie zum Sturz führen, besonders bei Nässe oder in einer Kurve. Wir bewerten diese Details eigenständig und nicht als Nebenfolge der Kfz-Führung. Ein weiterer typischer Befund ist die abrupte Endung: Ein provisorischer Radweg endet ohne Anschluss, und der Radfahrer steht vor der Wahl, auf die Fahrbahn zu wechseln oder auf den Gehweg auszuweichen. Beides ist ein Mangel, und wir benennen konkret, welche Ergänzung den Anschluss herstellt. Wo Umwege zu lang sind, entstehen Trampelpfade und Durchfahrten durch die Baustelle, was wir ausdrücklich dokumentieren.










