A 26 im Ausbau: Bauphasen als eigentliche Fehlerquelle
Eine Autobahn im Ausbau ist keine Baustelle, sondern eine Folge von Baustellen, und jede Phase bringt eine neue Verkehrsführung mit sich. Genau darin liegt das größte Risiko, und es ist ein anderes als bei einer statischen Arbeitsstelle. Wir prüfen deshalb bei jeder Kontrolle zuerst die Aktualität: Steht noch ein Zeichen, das eine Verkehrsführung anzeigt, die es nicht mehr gibt? Wurde eine Markierung der Vorphase ausreichend entfernt oder nur überdeckt, sodass sie bei Nässe und Dunkelheit wieder durchscheint? Zeigt ein Wegweiser auf eine Rampe, die inzwischen geschlossen ist? Widersprüchliche Beschilderung ist gefährlicher als fehlende, weil sie ein Vertrauen erzeugt, das nicht gerechtfertigt ist, und wir bewerten sie entsprechend hoch. Der zweite Schwerpunkt sind die Übergangs- und Verziehungsbereiche, weil dort die kritischen Fahrmanöver stattfinden. Wir prüfen, ob Länge und Staffelung der Verziehung dem Plan entsprechen oder im Aufbau verkürzt wurden, ob die Leitung durchgehend ist, ohne Lücken, die eine falsche Fahrlinie einladen, und ob Schutzeinrichtungen ordnungsgemäße Anfangs- und Endkonstruktionen haben. Ein dritter Punkt betrifft das nachgeordnete Netz: Eine Phase, die eine Anschlussstelle einschränkt, verlagert Verkehr in Straßen, die dafür nicht ausgelegt sind, und diese Wirkung nehmen wir mit in den Bericht auf.










