Die A 1 ist die Hauptachse und trägt Fernverkehr zwischen Ruhrgebiet und Bremen. Arbeitsstellen im Autobahnbereich betreffen fast immer hohe Verkehrsmengen bei hoher Geschwindigkeit. Abseits der Autobahn prägt die Agrarwirtschaft das Bild: Kreis- und Gemeindestraßen verbinden Betriebe, Ställe und Verarbeiter, und darauf verkehren Fahrzeuge, die die verfügbare Fahrbahnbreite fast vollständig ausnutzen. Zur Ernte- und Ausbringungszeit steigt die Frequenz erheblich. Eine Absperrung, die auf dem Papier ausreicht, wird dann regelmäßig gestreift – nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil kein Platz bleibt. Wer hier absichert, muss das einkalkulieren, und wer kontrolliert, muss wissen, dass verschobene Baken hier eher die Regel als die Ausnahme sind. Hinzu kommt Verschmutzung: Erde und Ernterückstände auf der Fahrbahn mindern nicht nur die Griffigkeit, sondern setzen sich auch auf Verkehrszeichen ab und mindern deren Rückstrahlwirkung.